August 2009: Die Welt mit Kinderaugen sehen!

„Augenstern e. V. - helfen zu sehen" feiert 10-jähriges Jubiläum

1999 wurde der Verein Augenstern e.V. - helfen zu sehen im Universitätsklinikum in Frankfurt am Main gegründet, um die Öffentlichkeit über die Gefahren von kindlichen Augenerkrankungen aufzuklären. Seitdem wurde viel erreicht: Über 500.000 junge Eltern haben kostenlos eine Bro-schüre erhalten, die über Erkrankungen des kindlichen Auges informiert und auf Symptome für eine mögliche Erkrankung hinweist. Funk- und Filmspots, zum Teil pro bono erstellt und gesendet, haben viele Eltern auf die relativ häufige Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bei Kindern aufmerksam gemacht - die bei rechtzeitiger Behandlung vermeidbar ist.

„Doch immer noch werden nur fünf Prozent aller kindlichen Sehfehler rechtzeitig erkannt und behandelt", warnt der Vorsitzende von Augenstern, Prof. Dr. med. Christian Ohrloff, Geschäftsführender Direktor des Zentrums der Augenheilkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. „Eltern wissen leider viel zu wenig über mögliche Sehstörungen bei Kindern". Denn rechtzeitig diagnostiziert und mit zum Teil einfachen Mitteln behandelt, können Kinder eine annähernd normale Sehfähigkeit erreichen. Zu spät erkannt, ist oft keine Therapie mehr möglich. Schlechtes Sehen aber hemmt die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern.

Die Internet-Seite unter www.augenstern-ev.de informiert über Augenerkrankungen im Kindesalter. Dort beantworten Experten überdies konkrete Fragen zu kindlichen Augenkrankheiten wie Schielen, Kurz- oder Weitsichtigkeit, Grauem oder Grünem Star bis hin zur Legasthenie. In den vergangenen zehn Jahren hat Augenstern mehrere hundert Anfragen pro Jahr beantwortet. Für ihr innovatives Projekt auf dem Fachgebiet der Kinderaugenheilkunde erhielt Frau Dr. Fronius, Leiterin der Forschungseinheit „Sehstörungen des Kindesalters" der Goethe-Universität und Mitglied von „Augenstern", 2008 einen mit 6.000 Euro dotierten Preis der „Bielschowsky-Gesellschaft für Schielfor-schung und Neuroophthalmologie".

Beratungen und Informationen sind kostenlos, eine Mitgliedschaft im Verein „Augenstern e.V." ist nicht erforderlich. Der als gemeinnützig anerkannte Verein ist jedoch auf Zuwendungen angewiesen, denn er finanziert sich ausschließlich über Spenden und lebt von der ehrenamtlichen Arbeit aller Aktiven.

Augenstern wird sich auch in Zukunft mit seiner Aufklärungsarbeit an all jene wenden, die mit der Betreuung kleiner Kinder betraut sind: Eltern, Angehörige, Erzieher und Lehrer. Angesprochen werden auch Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Augenärzte, Orthoptistinnen, medizinische Therapeuten, Hebammen, Gesundheitsämter und Optiker.

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